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Das Verhältnis des Menschen zum Tier stellt eine der großen Debatten der Gegenwart dar. Mit dem jungen Forschungsfeld der Human-Animal Studies leisten die Kultur- und Sozialwissenschaften einen wertvollen Beitrag zu dieser Frage der Zeit und weisen auf die Gesellschaftlichkeit der herrschenden Mensch-Tier-Verhältnisse hin.
424 Seiten, kart., zahlr. Abb., Größe: 22,9 x 14,9 x 3,5cm
Dieser Band versammelt als eine der ersten deutschsprachigen Veröffentlichungen transdisziplinäre Beiträge, die nicht nur theoretische Fragen der Konstitution von Mensch und Tier erörtern, sondern auch daran anschließende Diskussionen über Geschlecht, Identität und politische Praxis aufzeigen. Thesen bekannter Denker_innen wie Foucault und Haraway sowie aktuelle Ansätze, u.a. aus der Intersektionalitätsforschung und den Queer Studies, werden neu rezipiert und durch eigene theoretische und empirische Analysen ergänzt.
Herausgeber_innen: Chimaira – Arbeitskreis für Human-Animal Studies hat sich der transdisziplinären Erforschung Gesellschaftlicher Mensch-Tier-Verhältnisse verschrieben. Sie sind ein offenes Netzwerk von Akademiker_innen und Aktivist_innen, die die (kritischen) Human-Animal Studies im deutschsprachigen Raum voranbringen möchten.
Bestehend aus: Andre Gamerschlag, Andrea Heubach, Swetlana Hildebrandt, Markus Kurth, Sarah Lentz, Aiyana Rosen, Sven Wirth. Weitere Infos zum Arbeitskreis: » human-animal-studies.de
Aus dem Inhalt:
Chimaira AK: Eine Einführung in Gesellschaftliche Mensch-Tier-Verhältnisse und Human-Animal Studies
Sven Wirth: Fragmente einer anthropozentrismus-kritischen Herrschaftsanalytik – Zur Frage der Anwendbarkeit von Foucaults Machtkonzepten für die Kritik der hegemonialen Gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnisse
Markus Kurth: Von mächtigen Repräsentationen und ungehörten Artikulationen – Die Sprache der Mensch-Tier-Verhältnisse
Mieke Roscher: Where is the animal in this text? Chancen und Grenzen einer Tiergeschichtsschreibung
Andre Gamerschlag: Intersektionelle Human-Animal Studies – Ein historischer Abriss des Unity-of-oppression-Gedankens und ein Plädoyer für die intersektionelle Erforschung der Mensch-Tier-Verhältnisse
Sabine Hastedt: Die Wirkungsmacht konstruierter Andersartigkeit – Strukturelle Analogien zwischen Mensch-Tier-Dualismus und Geschlechterbinarität
Swetlana Hildebrandt: Vergeschlechtlichte Tiere – Eine queer-theoretische Betrachtung der Mensch-Tier-Verhältnisse
Andrea Heubach: Der Fleischvergleich – Sexismuskritik in der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung
Aiyana Rosen: Vom moralischen Aufschrei gegen Tierversuche zu radikaler Gesellschaftskritik – Zur Bedeutung von Framing-Prozessen in der entstehenden Tierrechtsbewegung der BRD 1980-1995
Mieke Roscher: Gesichter der Befreiung – Eine bildgeschichtliche Analyse der visuellen Repräsentation der Tierrechtsbewegung
Tina Henschke/Markus Kurth/Andreas Stark/Maria Struppek: Zum Verhältnis von Hardcore-Szene und veganer Biografie – Eine qualitative Untersuchung
Der Sammelband vereint Beiträge zur Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung und zu Gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnissen. Dabei werden M-T-Verhältnisse nicht isoliert, sondern im Kontext mit zwischenmenschlichen Verhältnissen, wie etwa dem Geschlechterverhältnis analysiert.
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